Napoleon III. Lulu und Eugenie
Historischer Roman von Felix Schlagintweit
Ganzleineneinband. 685 Seiten mit 17 Abbildungen
Verlag Droemer München, 1950
Guter Zustand
Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten / Lieferzeit 3-7 Werktage
Beschreibung
Napoleon III. Lulu und Eugenie
Untertitel: Menschliches - Allzumenschliches aus dem Zweiten Kaiserreich
Autor: Felix Schlagintweit
Droemer'sche Verlagsanstalt, Droemer, München, 1950
685 Seiten mit 17 Abbildungen auf Kunstdrucktafeln
Roter Ganzleineneinband mit geprägter Vignette auf dem Buchdeckel und goldgeprägtem Titel auf dem Rücken. Hellrot farbiger Kopfschnitt.
Zustand:
Rücken etwas aufgehellt. Deckel mit ein paar dunkleren Bereichen. Schnitt gering gebräunt mit kleineren Flecken. Insgesamt jedoch altersgemäß guter Zustand.
Inhalt:
In seinem Werk beleuchtet Felix Schlagintweit die private Seite des französischen Kaiserhofs während des Zweiten Kaiserreichs. Er rückt dabei das familiäre Dreieck zwischen dem kränkelnden, oft unterschätzten Napoleon III., seiner willensstarken und religiösen Frau Eugénie sowie ihrem gemeinsamen Sohn, dem Prinzen „Lulu“, in den Fokus.
Statt einer trockenen Chronik bietet das Buch eine Sammlung von Anekdoten und intimen Einblicken in den Alltag der Tuilerien. Der Autor beschreibt Napoleon III. nicht nur als Politiker, sondern als einen von Krankheit gezeichneten Mann mit zahlreichen Affären, während Eugénies Einfluss auf die Politik und ihr strenges Wesen thematisiert werden. Das tragische Schicksal des Sohnes Lulu, der später im Exil in Afrika fällt, bildet den emotionalen Endpunkt. Schlagintweit nutzt dabei seinen Blick als Mediziner, um die Charakterschwächen und körperlichen Leiden der Herrscherfamilie mit dem glanzvollen, aber maroden Zustand des damaligen Frankreichs zu verknüpfen.
Felix Schlagintweit, der Urologe war, verknüpft in seinem Buch die große Weltgeschichte untrennbar mit der Krankenakte des Kaisers. Er analysiert das schwere Blasensteinleiden Napoleons III. nicht nur als medizinisches Detail, sondern als politisches Schicksalsmoment: Der Autor vertritt die These, dass die quälenden Schmerzen und der körperliche Verfall des Monarchen seine Urteilskraft in der Krise von 1870 massiv schwächten.
Aus der Perspektive des Facharztes kritisiert Schlagintweit die damaligen Leibärzte, die den Kaiser trotz seiner Hinfälligkeit in den Krieg ziehen ließen. Er zeigt auf, wie körperliche Leiden hinter der glanzvollen Fassade des Hofes die Geschichte beeinflussten – der „Stein des Kaisers“ wird bei ihm fast schon zu einem tragischen Akteur, der den Untergang des Zweiten Kaiserreichs mit einleitete.
Produkt Details
Datenblatt
- Autor/in
- Schlagintweit, Felix
- Erscheinungsjahr
- 1950
- Buchart
- Gebundenes Buch
- Einband
- Leinen
- Seiten
- 685
- Verlag
- Droemer, Droemersche Verlagsanstalt
- Ort
- München
- Auflage
- 6. bis 12. Tausend
- Grösse
- 13,5 x 20,5 x 4 cm
- Gewicht
- 0,758 kg
- Art / Genre
- Histor. Roman
- Zustand
- Gebraucht, gut
- Thema
- Geschichte, Medizin
